Die Freiwillige Feuerwehr Söllenthin feierte 2004 ihr 90-jähriges Bestehen.

Das Jahr 1914 gilt als Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Söllenthin.
In diesem Jahr wurde eine Handdruckspritze für Pferdebespannug gekauft.

Das Protokoll der Gemeindevertretersitzung vom 19. Juni 1914



Söllenthin, den 19. Juni 1914

Anwesend - Verhandelt

Lemm - Gemeindevorsteher
Hamel - Schöffe
Koherr - Vertreter
Muxfeld - Vertreter
Riek - Vertreter
Leppin - Vetreter
Nickel - Vertreter
Plätke - Vertreter

In der heutigen Sitzung der Gemeindevertretung zu welcher die Mitglieder der letzteren
vorschriftsmäßig vorgeladen, waren nebenstehend aufgeführten Personen anwesend.
Die Versammlung war beschlußfähig.

Gegenstand der Versammlung war:

1. Berathung Bespannungspferde für Spritze und Mannschaftswagen zu Versichern
2. Berathung über die Bedienungsmannschaften der Spritze nebst Spritzenmeistern
1. Es wurde beschlossen 4 Bespannungspferde zu Versichern, 2 Pferde für die Spritze und 2 Pferde für den Mannschaftswagen beim Wasserwagen soll der Versuch gemacht werden beim Feuer in Nachbarortschaften nicht mehr mitzunehmen
2. wurde Berathen den Kossathen Hermann Plätke und den Bauern Albert Koherr als Spritzenmeister zu wählen welche auf Befragen den Posten annehmen
wollten unter der Bedingung, daß ihm von den Druckmannschaften 4 bis 6 Manschaften zum Reinigen der Spritze behilflich sein sollen, welches von den Anwesenden genehmigt mit dem Rechte sich von der Druckmannschaft der Reihe nach die Leute zu bestellen die unbedingt Folge leisten müssen, sollte Jemand behindert sein so muß derselbe einen anderen für sich bestellen.
Als Druckmannschaften haben Leute zustellen wie folgt:
Mauer, Vettin, H.Hamel, Gerchau, A.Muxfeld, Wallinda, Bartel, Wels, Esmann, Riek, Leppin, Stoye, Nickel, Herm, W.Herm, Lamprecht, Silber, Lemm, Heise,Möller. Dieselben sind Strafbar wenn sie ohne Entschuldigung beim Feuer zurückbleiben in Höhe von 1 Mk.
Die Entbindung vom mitmachen mit der Spritze ist Beim Gemeindevorsteher oder dessen Stellvertreter Schöffen nachzusuchen.
Auch haben diese folge zu leisten wenn sie von dem Spritzenmeister zur Übung bestellt werden.
Auch wurde der Beschluß gefaßt Nachts beim Ausbruch eines Feuers nicht mehr die Feuer Glocke zu Läuten sondern vom Nachtwächter den Ausbruch eines Feuers durch die Hupe melden zu lassen welches durch Signale ob das Feuer im Dorfe oder Außerhalb ist,
gekennzeichnet werden soll.

v. g. u.

Nickel - Lemm - Leppin



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Mannschaftsfoto anlässlich der Festveranstaltung 90 Jahre Feuerwehr Söllenthin 


Das Spritzenhaus wurde 1923 in der Zeit der Inflation gebaut. Für das Baugrundstück mussten 2000 Mark je Quadratmeter gezahlt werden. Die alte Kirchhofsmauer wurde abgerissen und die Steine zum Bau des Spritzenhauses verwandt.
Zur Abdeckung der Kosten wurde der Hebesatz der Gemeindesteuern auf 2000 % erhöht.
Die Kosten für den Bau betrugen lt. Gemeindevertreterprotokoll vom 13.Dezember 1923 2461590 Papiermark und 113,15 Goldmark.



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Wehrleiter waren:

1923 – 1930 Franz Wallinda
1930 – 1939 Paul Hamel
1939 – 1946 Alfred Leppin
1947 – 1952 Willi Reim
1952 - 1959 Wilfried Wels
1959 - 1972 Herbert Hamel
1972 - 1993 Erhard Heise
1993 - 1996 Roland Heise
1996 Ralf Rohr



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